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Mobilität am Wendepunkt

Gastbeitrag von Dr. Heike van Hoorn, Geschäftsführerin Deutsches Verkehrsforum e. V.

Dr. Heike van Hoorn, Geschäftsführerin Deutsches Verkehrsforum e. V.
Dr. Heike van Hoorn, Geschäftsführerin Deutsches Verkehrsforum e. V.

Die Themen Nachhaltige Urbane Mobilität, Digitale Vernetzung und Künstliche Intelligenz stehen bei der Hypermotion im Fokus. Diese Themen bewegen auch uns im Deutschen Verkehrsforum, denn wir verstehen uns als Anwalt der Mobilität. Wir alle wissen: die Mobilität steht an einem Wendepunkt. Sie wird neu gedacht und neu gemacht. Welche spannenden Entwicklungen es gibt und wie die Zukunft der Mobilität aussehen könnte, darüber kann man sich schon jetzt ein Bild bei der Hypermotion verschaffen. Nachhaltigkeit findet sich in vielen Diskussionsforen bei der Hypermotion wieder. Was können Technik, Gesellschaft und Staat leisten, damit der Verkehrssektor auch beim Klimaschutz besser wird?

Das DVF hat frühzeitig darauf hingewiesen, dass Investitionen in die Infrastruktur eines jeden Verkehrsträgers und in digitale Netze die Grundlage für ein klima- und umweltfreundliches Verkehrssystem sind. Das Klimaschutzgesetz und das Klimaschutzprogramm der Bundesregierung benennen die anstehenden Investitionen. Insgesamt sind rund 55 Milliarden Euro für Maßnahmen im Bereich Klimaschutz und Verkehr vorgesehen, für die der Energie- und Klimafonds (EKF) deutlich aufgestockt werden soll. Jedoch fordert das DVF weiterhin einen echten, außerhalb des Haushalts angesiedelten Fonds. Nur so kann ausreichend Verbindlichkeit und Planungssicherheit für Klimaschutzinvestitionen geschaffen werden.

Mit einem nationalen Emissionshandel wird der Preis für Benzin und Diesel in den nächsten Jahren langsam angehoben. Die Bundesregierung hat vereinbart, dass das Geld an Verbraucher, Unternehmen und für Klimaschutzmaßnahmen zurückfließen soll. Die Förderung für innovative Antriebe, für den Schienenverkehr und den ÖPNV wird ausgebaut. Aber es bleiben offene Fragen: Die Herausforderung, 40 Prozent CO2 bis 2030 zu senken, ist und bleibt extrem ambitioniert. Eine derartige Umstellung unter Zeitdruck hat es im Verkehrssektor noch nie gegeben. Die klimapolitischen Ziele stehen fest, die Veränderung im Verkehrssektor beginnt, aber das Tempo der Umstellung wird in Zukunft erhöht werden müssen, denn: Ab 2021 greift die Lastenteilungsverordnung der EU. Deutschland muss dann Emissionsrechte von anderen Mitgliedstaaten zukaufen.

Daher ist klar: Wir benötigen die Anstrengung aller. Neue Technik, neue und digitale Infrastrukturen und den Mut, diese neuen Wege zu gehen.

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